Nach zwei Jahren der Rezession zeigt die deutsche Wirtschaft zu Beginn des Jahres 2026 erste Anzeichen einer vorsichtigen Erholung. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt lag im Gesamtjahr 2025 um 0,2 % über dem Niveau des Vorjahres und markiert damit eine leichte Trendwende.
Die deutsche Bauwirtschaft blickt trotz weiterhin anspruchsvoller Rahmenbedingungen mit vorsichtigem Optimismus auf das Jahr 2026. Nach vier Jahren rückläufiger Entwicklungen deuten erste Frühindikatoren auf eine leichte Stabilisierung hin, allerdings bei weiterhin herausfordernden Marktbedingungen sowie hoher Unsicherheit zufolge Zolldynamik und internationaler Konflikte.
Marktsusblick
Voraussetzung für eine nachhaltige Erholung der Bauindustrie bleiben eine weitgehend stabile Inflationsrate im Korridor von 2,0 bis 2,5 %, rückläufige Erzeugerpreise gewerblicher Produkte sowie eine Entspannung auf den Beschaffungsmärkten. Als zentraler Wachstumstreiber gelten unverändert die staatlichen Infrastrukturinvestitionen, die im Jahresverlauf zunehmend Wirkung entfalten. Der Preisauftrieb setzte sich im Jahr 2025 weiter fort. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stiegen die Baupreise im Hochbau im Jahr 2025 um 3,4 %. Dennoch bleibt das Bild differenziert. Hohe Baukosten, restriktivere Finanzierungsbedingungen sowie die Zurückhaltung privater Investoren bremsen die Entwicklung nach wie vor. Jüngste Steigerungen in Öl und Gas belasten die Hersteller von Baumaterialien jedoch deutlich, verschlechtern das Geschäftsklima, führen zu Produktionskürzungen und erhöhen den Preisdruck, was die Erholung der Auftragslage zunichte machen kann.
Auf einen Blick
Baupreisinflationsprognose von Turner & Townsend für das Jahr 2026
Durchschnittliche Baupreissteigerung im Hochbau im Jahr 2025
Wachstum der Auftragseingänge im Hochbau im Jahr 2025
Durchschnittliche vierteljährliche Baupreisinflation im Hochbau für Q4 2025
Durchschnittliche vierteljährliche Baupreisinflation im Hochbau für Q1 2026